Die Herausforderung für Mittelständler …

Mittelständische Industrieunternehmen stehen angesichts der fortschreitenden Regulierung und dadurch ausgelösten Marktveränderungen sowie mit Blick auf das beschleunigte Digitalisierungstempo vor der enormen Herausforderung, ihre Geschäftsmodelle und IT-Landschaften grundlegend neu auszurichten. Beschaffungs-, Vertriebs- und Produktionsprozesse wandeln sich, Kunden wünschen zunehmend neue Dienste. Zudem erfordert der Releasewechsel von SAP auf das Produkt SAP S/4HANA von allen Nutzern bis 2027 einen Umstieg auf die neue Plattform oder alternative Lösungen. In Anbetracht des engen Zeitrahmens und der Vielzahl an notwendigen Anpassungen sollten betroffene Unternehmen möglichst zeitnah mit der Planung und Umsetzung ihrer Neuausrichtung beginnen – solche Projekte benötigen häufig Laufzeiten von zwei bis vier Jahren. Wesentliche Herausforderungen der digitalen Transformation bestehen insbesondere dort, wo IT-Systeme seit Langem betrieben werden, viele Eigenentwicklungen und Zusatzmodule im Einsatz sind oder sehr individuelle Prozesse stark von Standardprozessen abweichen, wodurch der Wandel aufwendiger wird. Darüber hinaus wurden interne Auswertungen und Analysen häufig dezentral (weiter-)entwickelt. Daher sind viele Anforderungen nicht mehr in der IT-Betreuung bekannt.

Bei der Umstellung dieser Systeme auf zentrale Datenstrukturen im neuen SAP S/4HANA müssen bisherige Aufgabentrennungen prozessual neu gestaltet werden. Gleichzeitig bieten die neuen Technologien attraktive Chancen zur Verbesserung der Kundenschnittstellen und Performance, was neue Angebote und optimierte Prozesse erst ermöglicht. In Transformationsprojekten ist es durchaus üblich mehr als 100 Prozesse zu durchleuchten, 150 Schnittstellen zu identifizieren und dies bei mehr als 50 logischen Systemen, die für eine Neuausrichtung und ein Redesign der IT-Architektur relevant sind. Dadurch können Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichen Fachbereichen aufgelöst, sowie Prozesse flexibler und effektiver gestaltet werden. Dieser Aufwand rechnet sich durchaus, da im Anschluss IT-Kosten um 20 bis 25 % reduziert werden können. Die Umstellung eines vorhandenen SAPR/3-Systems auf eine neue Plattform ist in der Regel ohne Alternative, da ansonsten das Risiko einer verteuerten Wartung und einer fehlenden Basis für eine Weiterentwicklung besteht. Ferner können Innovationen seitens des Anbieters nicht mehr genutzt werden. Je später eine Umstellung erfolgt, desto aufwendiger und teurer wird sie.

Wichtige Voraussetzungen für einen Projekterfolg sind neben der geeigneten Methode und bewährter Vorgehensweisen die Motivation und ein hohes Engagement der beteiligten Fachbereiche. Wesentliche Ergebnisse bisheriger SAP-S/4HANA-Einführungen sind:

  • kurze Projektlaufzeiten für die einzelnen Themenbereiche
  • schnellere Reaktionsfähigkeit auf Kundenwünsche und höhere Kundenbindung
  • Wettbewerbsvorteile durch hochwertigere Analysen und Big-Data Auswertungen
  • Umsetzung neuer, vereinfachter Prozesse
  • Nutzung der gesteigerten Performance für neue Kundenprodukte und einen innovativeren Service
  • deutliche Reduktion der IT- und Prozess kosten
  • effizientere und agilere Umsetzung von neuen Anforderungen und Innovationen
  • einfachere Wartung der IT-Systeme